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Welche Aussagen sind wahr und welche falsch?

Eiweiß Quiz

Eiweiss – Basis allen Lebens 

Im Volksmund wird die Funktion von Eiweiß in unserem Körper zu oft auf Muskelwachstum reduziert. Doch Eiewiß ist weitaus mehr und spielt zum Beispiel eine zentrale Rolle für den Stoffwechsel und unsere Gesundheit. Eiweiße gelten beispielsweise als bedeutendes Brainfood, da sie sowohl an Lernvorgängen als auch am Transport von Informationen im Gehirn beteiligt sind. Mit ihrer Hilfe können Informationen schnell weitervermittelt und abgerufen werden. Darüber hinaus haben Eiweiße noch weitere bedeutende Aufgaben in unserem Körper.

Welche Funktionen hat Eiweiß?

Obwohl Eiweiß genau so viel Energie enthält wie Kohlenhydrate, nutzt unser Körper es hauptsächlich als Baustoff und nicht als Energielieferant. Neben unserer Muskulatur und dem Bindegewebe, werden auch wichtige Stoffwechselhelfer wie Hormone und Enzyme aus Eiweißstrukturen aufgebaut. Aus ausgewählten Eiweißbausteinen, den essentiellen Aminosäuren, werden außerdem Botenstoffe produziert, die für die Gehirnfunktion wichtig sind. Diese Botenstoffe, auch Neurotransmitter genannt, haben die bedeutende Aufgabe Informationen von Gehirnzelle zu Gehirnzelle zu übertragen. Ein grundlegender Schritt für eine gute Denkleistung!

Was sind Aminosäuren?

Eiweiße bestehen aus Ketten von Aminosäuren. Die Länge und Art der vorhandenen Aminosäuren bestimmen welche Funktion das Eiweiß im Körper hat. Bestimmte Aminosäuren kann unser Körper selbst herstellen, andere dagegen nicht, was sie zu essentiellen Aminosäuren macht. Insgesamt gibt es acht essentielle Aminosäuren, die  immer über die Nahrung aufgenommen werden müssen.

Welche Lebensmittel liefern Eiweiß?

Es gibt sowohl tierische als auch pflanzliche Lebensmittel, die nennenswerte Eiweißmengen enthalten. Die essentiellen Aminosäuren sind meist vollständig in tierischen Lebensmitteln enthalten. Dazu zählen Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte wie Käse, Quark, Joghurt oder Kefir. Zu den pflanzlichen Lebensmitteln mit höherem Eiweißgehalt zählen Hülsenfrüchte (z.B. Bohnen, Erbsen, Linsen, Süßlupine), Pseudogetreide (z.B. Quinoa, Amaranth, Buchweizen), Getreide (z.B. Hafer, Dinkel, Roggen, Hirse) sowie Nüsse und Samen. Da sowohl pflanzliche als auch tierische Lebensmittel ihre Vor- und Nachteile haben, sollte auf möglichst vielfältige Eiweißquellen zurückgegriffen werden.

Wie viel Eiweiß brauche ich eigentlich?

In unserem Körper herrscht ein ständiger Auf- und Abbau von Strukturen, wodurch stetig neuer Baustoff benötigt wird. Da wir keinen Speicher für Eiweiß besitzen, müssen wir dafür sorgen, dass der tägliche Eiweißbedarf über die Nahrung gedeckt ist. Die allgemeine Empfehlung liegt bei 0,8-1,0 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einer 70 kg schweren Person sind das ca. 70 g Eiweiß die täglich aufgenommen werden sollten. Sind Sie regelmäßig (mindestens 2 Mal wöchentlich) sportlich aktiv oder möchten durch eine unterkalorische Ernährung Körperfett reduzieren und Muskulatur erhalten, so ist Ihr Eiweißbedarf erhöht und liegt bei mindestens  1 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht.

Wie kann ich meinen Eiweißbedarf decken?

Versuchen Sie zu jeder Hauptmahlzeit ein eiweißreiches Lebensmittel zu essen. Zu den Lebensmitteln mit besonders hohem Eiweißgehalt zählen Fisch, Fleisch, Eier, Quark, Hartkäse und Hülsenfrüchte. Sollte Ihr Hauptgericht mal keine Eiweißquelle enthalten, können Sie einen eiweißreichen Nachtisch wie Quark oder Joghurt nutzen. Auch Zwischensnacks sollten eiweißreich gestaltet werden. Gute Beispiele sind gekochte Eier, Gemüse-Sticks mit Quark, Naturjoghurt mit Beerenobst oder einfach ein Kefir. Das hilft nicht nur den Eiweißbedarf zu decken, sondern beeinflusst auch Ihren Blutzuckerspiegel positiv und verhindert Leistungstiefs während der Arbeit. Da pflanzliche Proteinquellen meist nicht alle essentiellen Aminosäuren enthalten, solltest du hier auf die Kombination verschiedener pflanzlicher eiweißreicher Lebensmittel achten. Ein guter Anhaltspunkt ist immer die Kombination aus Getreide mit Hülsenfrüchten, z.B. Quinoa mit Linsen oder Buchweizen mit Kichererbsen.

Wussten Sie schon?


Bei der Eiweißverdauung fallen für den Körper schädliche Stoffwechselprodukte an. Um diese wieder loszuwerden, sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 1,5 Litern täglich geachtet werden.