NEW WORK = NEW TEAMSPIRIT

Zugegeben: Soziale Interaktion kann auch zum Stressfaktor werden! Missverständnisse, Konflikte und Unsicherheiten entstehen am laufenden Band. Besonders wenn die Kommunikation digital stattfindet, also über Telefongespräche, Videocalls oder asynchron über Mails und Chatnachrichten. Dann wird die Ressource der zwischenmenschlichen Verbindung enorm auf die Probe gestellt! Das mag beunruhigend klingen in Hinblick auf den beruflichen Kontext, in dem das Miteinander inzwischen sehr viel auf digitaler Ebene stattfindet. Ist es auch, denn ein entscheidender Bestandteil der Kommunikation, nämlich unsere Körpersprache, tritt in den Hintergrund oder ist komplett verborgen.

Natürlich sind nicht alle Konflikte und Ungereimtheiten beseitigt, wenn vor Ort und im persönlichen Austausch zusammengearbeitet wird. Doch die Entwicklungen der letzten Zeit haben klar gezeigt:

In Präsenz ist die Zusammenarbeit als Team nicht nur produktiver, sondern auch mit echtem Wohlbefinden verbunden!

Wenn die Möglichkeit besteht, sollten wir also versuchen, uns diese Form des Teamworks wieder zurückzuerobern! Auch wenn es bedeutet, die ein oder anderen Vorteile und Bequemlichkeiten des Homeoffice zu „opfern“ – zumindest für ein paar Tage unserer Arbeitswoche.

Die Rückkehr in den Büroalltag zu ermöglichen, ist eine große Chance!

TROTZ HYBRIDEM ARBEITEN ALS TEAM VERBUNDEN BLEIBEN

Wenn wir wollen, dass auch hybride Form der Zusammenarbeit gelingt, gibt es ein paar Dinge zu berücksichtigen. Im Folgenden blicken wir daher auf die Besonderheiten und Chancen, die sich speziell für die Zusammenarbeit als hybrides Team ergeben.

Eine vertrauensvolle Kultur ist die Basis für ein motiviertes, produktives und menschliches Miteinander. Einer der wichtigsten Bausteine, um Vertrauen aufzubauen, zu etablieren und zu erhalten, ist die Kommunikation innerhalb des Teams. Die Wege dafür sind vielfältig. Wenn in hybriden Arbeitsstrukturen die Interaktion innerhalb des Teams primär digital stattfindet, kann es schwierig sein, eine Beziehung, Vertrauen und Verantwortungsgefühl aufzubauen. Denn nonverbale Hinweise wie die Körpersprache, die Mimik oder die Tonlage lassen uns besser verstehen und einordnen, was wirklich gemeint ist bzw. wie unser Gegenüber eine Nachricht aufnimmt. Leider haben die wenigsten gelernt, dieses Fehlen über die verbale Sprache zu ersetzen – es ist uns ja meistens nicht einmal bewusst, welche Signale wir mit Mimik und Gestik versenden!

Prüfe deshalb stets, welches Kommunikationsmittel sich am besten eignet, um dein Anliegen bestmöglich an deine Teammitglieder zu kommunizieren:

  • Ich möchte formelle Informationen weiterleiten oder dem gesamten Team zur Verfügung stellen:
    E-Mail & Team-Chat
  • Ich möchte wissen, wie es meiner:m Kolleg:in mit dem neuen Projekt geht:
    Video-Call oder besser in Präsenz (z.B. bei einem gemeinsamen Kaffee)
  • Ich benötige zeitnah lediglich eine kurze Rückmeldung / Information:
    1:1 Chat oder Anruf

Darüber hinaus könnt ihr als Team Strukturen schaffen, um Vertrauen aufzubauen (oder zu erhalten) und nicht in die „Falle der Versachlichung“ zu tappen. Denn es könnte zunächst  als Steigerung der Produktivität erscheinen, wenn in den Meetings oder zwischen den Bürotüren weniger „gequatscht“ wird. Doch langfristig führt es zum Aufbrechen des Zusammenhalts und lässt uns zu produktivitätsgetriebenen Einzelkämpfern werden.

5 TIPPS FÜR EINE EFFEKTIVE UND ERFOLGREICHE KOMMUNIKATION INNERHALB HYBRIDER TEAMS

REGELMÄSSIGE UPDATES

Im Rahmen von täglichen oder wöchentlichen kurzen Meetings kann ein gegenseitiges Update stattfinden. So ist jedes Teammitglied über die wichtigsten Themen informiert und weiß, woran aktuell gearbeitet wird.

ERREICHBARKEIT KLÄREN

Damit eine gute Zusammenarbeit möglich ist und sowohl spontan Informationen ausgetauscht werden als auch konzentriertes Arbeiten ohne Unterbrechung gewährleistet ist (z.B. durch ständige Anrufe), muss jedem Teammitglied klar sein, wer wann und wie zu erreichen ist. Feste Online-Kernzeiten, Abwesenheitsnotizen im eigenen Kalender oder die Festlegung eines Status (z.B. focus-time, verfügbar etc.) im Kommunikationstool helfen dabei, den Überblick zu behalten.

MINI-MEETUP

Persönliche Treffen in kleinen Gruppen sind ein effektiver Weg, um die Teamkultur und die Produktivität gleichzeitig zu verbessern. Je besser  sich die Kollegen kennen, umso stärker ist das Vertrauen untereinander und umso leichter wird die Zusammenarbeit.

GEMEINSAME VIRTUELLE (KAFFEE-)PAUSEN

Im Büro wird häufig die Kaffeeküche als Treffpunkt für ein kleines Pläuschchen genutzt. Dadurch lernt man sich besser kennen und baut eine Beziehung zueinander auf. Du kannst auch digitale Meetingtools für eine gemeinsame Pause und ein persönliches Gespräch nutzen.

AUSTAUSCH ZU PRIVATEN THEMEN

Persönliche Interessen, Hobbies oder Erfahrungen stärken das Gemeinschaftsgefühl und ermöglichen die Vernetzung innerhalb des Teams über die beruflichen Grenzen und Themen hinaus. Erlaubt euch daher zum Beispiel ein „CHECK-IN“ vor die berufliche Agenda zu stellen. Erzählt euch, wie es euch geht, was ihr am Wochenende gemacht habt oder wie ihr das Fußballspiel am Vorabend erlebt habt.