Selbstfürsorge

SICH SELBST (BE)ACHTEN

Unser aller Handeln ist durch unsere guten sowie schlechten Gewohnheiten geprägt. Diese sorgen dafür, dass wir nicht jede Entscheidung hinterfragen und uns dadurch auf die vermeintlich wichtigen Dinge fokussieren können. Sich gut um sich selbst zu kümmern, stellt meist eine bewusste Entscheidung dar.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie selbstfürsorglich Sie mit sich umgehen und was Sie unternehmen können, um mehr Selbstfürsorge in Ihren Alltag einzubauen.

Definition

Was bedeutet Selbstfürsorge?

Selbstfürsorge heißt Sorge zu tragen für Geist und Körper der eigenen Person. Sich selbst zu
(be-)achten ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für körperliche und psychische Gesundheit. Der „gesunde Egoismus“ hilft, die eigenen Bedürfnisse nicht aus den Augen zu verlieren.

Prioritäten

Zeiträume generieren

Zeitknappheit stellt für uns häufig die größte Herausforderung dar, die es zu überwinden gilt, um Selbstfürsorge in den Alltag zu integrieren. Daher ist es essenziell, in der übrigen Zeit, die uns neben der Arbeit und weiteren Verpflichtungen bleibt, Prioritäten zu setzen. Dazu gehört auch, sogenannte Zeiträuber ausfindig zu machen und diesen aus dem Weg zu gehen, sich bewusst Zeiträume für sich selbst zu reservieren und dies den Menschen im eigenen Umfeld zu kommunizieren

Überlegen Sie sich, was Ihnen Energie gibt, Ruhe schenkt und Freude bereitet und füllen Sie Ihre Freizeit damit. Vergessen Sie dabei nicht, dass auch Ihr Alltag viele Möglichkeiten bereithält, selbstfürsorglich mit sich umzugehen. Einige Beispiele finden Sie im nächsten Abschnitt.

Umsetzung

Selbstfürsorge ganz konkret

Selbstfürsorge kann im Großen oder Kleinen stattfinden. Wichtig ist, dass Sie anfangen und so vom Überlegen ins Handeln kommen.

Hier finden Sie einige Beispiele für ganz konkrete Dinge, die Sie tun können:

  • Starten Sie Ihren Tag mit einer Yoga-Übung, nutzen Sie erst einmal nicht Ihr Handy.
  • Machen Sie in Ihrer Mittagspause einen Spaziergang an der frischen Luft.
  • Nehmen Sie sich nach einer intensiven/anstrengenden Situation 5 Minuten Zeit, um durchzuatmen und zu überlegen, was gut gelaufen ist.
  • Notieren Sie sich am Abend 10 kleine Dinge, die Sie im Laufe des Tages gefreut haben und schulen Sie so Achtsamkeit für die vermeintlich kleinen Dinge.
  • Verabreden Sie sich mit Freunden zum gemeinsamen Kochen.
  • Erinneren Sie sich an den Moment, in dem Sie das letzte Mal richtig gelacht haben.
  • Laufen Sie mit nackten Füßen durchs Gras.

Sie sehen – Selbstfürsorge entsteht auch in ganz vielen Alltagsmomenten, wenn wir diese bewusst wahrnehmen. Gehen Sie selbstfürsorglich mit sich um? Machen Sie jetzt den Selbstcheck bevor Sie sich die Tipps durchlesen.

5 TIPPS FÜR MEHR SELBSTFÜRSORGE

1) Fangen Sie klein an

Wenn Sie es ernst meinen, dann fangen Sie jetzt an. Überlegen Sie sich genau jetzt, wann Sie sich im Laufe des heutigen Tages 5 Minuten Zeit nehmen möchten. Schreiben Sie sich diese Zeit in Ihren Kalender und machen Sie in diesen 5 Minuten etwas Schönes nur für sich, z.B. an die frische Luft gehen, Ihr Lieblingslied anhören, eine Freundin/einen Freund anrufen oder ein paar Bewegungsübungen machen. Kleiner Extratipp: Wenn es sich wie eine Belohnung anfühlt, dann haben Sie alles richtig gemacht.

2) Priorisieren Sie

Ja genau, jeder Tag hat nur 24 Stunden, und das wird sich so schnell auch nicht ändern. Ob Sie Zeit haben, sich um sich selbst zu kümmern, liegt immer auch in Ihrer Hand. Natürlich gibt es Phasen im Leben, in denen wir eher im „Überlebensmodus“ sind und einfach versuchen, irgendwie unseren Alltag zu regeln. Wenn dieses Gefühl für Sie zur Normalität geworden sein sollte, dann ist es allerhöchste Zeit, etwas zu ändern. Warten Sie nicht auf andere. Fangen Sie bei sich selbst an und entscheiden Sie, was Ihnen wichtig ist.

3) Holen Sie sich Unterstützung

Jeder braucht ein freundlich zupackendes Krokodil! Dieser gute Freund ist jemand, der Sie im besten Fall gut kennt und weiß, wenn Sie ihn mit Ausreden abspeisen möchten. Er bleibt hartnäckig und nervt Sie so lange, bis Sie Ihren Worten Taten folgen lassen. Klingt unangenehm? Gut, denn das soll es auch sein. Je eher Sie anfangen, sich selbst etwas Gutes zu tun, desto eher gibt das freundlich zupackende Krokodil wieder Ruhe.

4) Seien Sie emotional

Sie sind ein bisschen inspirationslos und wissen gar nicht, was Ihnen eigentlich gut tut? Das ist gar nicht ungewöhnlich, schließlich sind wir oft sehr gut darin, unsere Bedürfnisse zu unterdrücken. Versuchen wir es mit Emotionen und Sinneswahrnehmungen: Wann hatten Siendas letzte Mal Gänsehaut vor Freude? Wann sind Sie geplatzt vor Stolz? Bei welchem Essen ist Ihnen das Wasser im Mund zusammengelaufen? Wann waren Sie überwältigt vom Sternenhimmel? Suchen Sie nach diesen Gefühlen und nehmen Sie sie bewusst wahr.

5) Fragen Sie andere

Oft wissen unsere besten Freunde sehr genau, was uns richtig gut tut. Bitten Sie daher Ihre engste Freund*in darum, eine Liste mit 3 Dingen zu erstellen, die Sie unbedingt mal wieder machen sollten. Challenge accepted? Dann viel Spaß bei der (gemeinsamen) Umsetzung.